Was bringt 2021 an den Aktienmärkten ? Ein Blick in die Glaskugel….

Was bringt 2021 an den Aktienmärkten ? Ein Blick in die Glaskugel….

Dezember 25, 2020 0 Von TurtleTom

Die Zukunft ist immer ungewiß, es sei denn man besitzt eine magische Glaskugel, durch die wir in die Zukunft schauen können. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie die Börsenprofis bei Banken und Investmenthäusern regelmäßig ihre Prognosen für das kommende Börsenjahr veröffentlichen, um genauso regelmäßig mit ihren Prognosen gehörig schief zu liegen, Ausnahmen bestätigen hierbei natürlich wieder die Regel.

Warum ist das so ?

Ganz einfach, die Märkte scheren sich nicht darum, was die sogenannten Profis vorhersagen, denn die Märkte bestehen aus millionenfachen Einzelentscheidungen und – handlungen, beeinflusst zwar durch alle möglichen Informationen und der Charttechnik, nicht zuletzt auch durch den sehr menschlichen Herdentrieb, der es möglich macht, Kurse weit über oder jedes vorstellbare Niveau hinaus zu katapultieren oder einbrechen zu lassen.

Das wusste schon Sir Isaac Newton, unterstützt durch eigene schmerzliche Erfahrungen an der Börse, zu konstatieren. Ein in diesem Zusammenhang immer wieder gerne genanntes Zitat von ihm besagt sinngemäß, daß er zwar die Bahnen der Gestirne exakt vorausberechnen könne, aber niemals die Kurse von Aktien an der Börse. Sehr richtig !

Und warum geht das nicht ? Ganz einfach deshalb, weil die millionenfachen Entscheidungen die täglich an der Börse getroffen werden eben nicht vorhergesagt werden können, auch dann nicht wenn programmierte Algorithmen von automatisierten Handelssystemen einen Großteil des Handels ausmachen. Denn diese Algorithmen sind ja selbst auch von Menschen programmiert worden, aber nur um einen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber manuellem Handeln sowie dem Ausschluß von Emotionen bei den Entscheidungen zu erlangen.
Zudem gibt es Sicherungssysteme, die bei größeren Marktbewegungen die Algorithmen außer Kraft setzen, oder es wenigstens sollten, damit sich die System nicht zu sehr verselbständigen und eine Katastrophe auslösen.

Für den langfristigen Investor sind diese Prognosen sowieso nicht von Bedeutung, und ich nehme sie bestenfalls zur Kenntnis, mehr nicht. Meine Entscheidungen basieren auf rein fundamentalen Gesichtspunkten, vielleicht mit ein wenig Charttechnik garniert, denn die Charttechnik liefert uns durchaus brauchbare Informationen, weil sie das Geschehen an der Börse exakt abbildet, über den Kursverlauf und dem jeweiligen Handelsvolumen, wobei auch hier Ausnahmen die Regel bestätigen.

Wer meine älteren Beiträge gelesen hat, der weiß ohnehin worauf es ankommt, und das ist das langfristige Halten erstklassiger Unternehmen mit herausragender Stellung im Wettbewerb – wide economic moat nennen das die Angelsachsen – und die regelmäßige Re-Investition der ausgeschütteten Dividenden. Damit lässt sich der Markt auch langfristig schlagen. Wäre dem nicht so, kann man gleich ETF auf die großen Indizes kaufen, was laut Herrn Buffett für den durchschnittlichen Investor übrigens gar keine schlechte Idee ist, aber eben auch sehr langweilig.

Für mich ist die Sache klar, es geht weiter langfristig bergauf an den Aktienmärkten, unter Schwankungen zwar, aber der Trend stimmt. Ob wir nun 15% steigen, oder gar noch mehr, oder sogar ein paar Prozente abgeben spielt langfristig betrachtet keine Rolle, wenn man seine Hausaufgaben gemacht und die richtigen Aktien ausgewählt hat.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein frohes und vor allen gesundes neues Jahr 2021 und viel Erfolg beim Investieren !